Gesundheitsbroschüren

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Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Prostata – was Männer wissen sollten

Liebe Männer,

während die meisten Frauen regelmäßig zur gynäkologischen Vorsorge gehen, suchen die Männer den Urologen oft erst dann auf, wenn irgendetwas nicht mehr funktioniert. Dies kann aber gerade im Hinblick auf Prostata-Erkrankung gefährlich werden. Achten Sie auf sich und Ihren Körper! Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie Probleme beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr bemerken. Das könnten erste Warnzeichen sein.

Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Urologen.

Die Prostata stellt sich vor

Die Prostata hat die Größe einer Kastanie und sie wächst mit dem Beginn der Pubertät. Sie liegt direkt unterhalb der Blase und umschließt die Harnröhre wie eine Faust. In der Prostata (Vorsteherdrüse) treffen die Harnröhre und der Samenleiter aufeinander. Diese anatomische Besonderheit erklärt, weshalb Veränderungen dieser Drüse auch andere Körperfunktionen beeinträchtigen.

Rückwärtig liegt die Prostata am Enddarm und kann daher vom Darm aus getastet werden. Diese Untersuchung führt der Arzt beim Vorsorge-Check durch. Größere Sicherheit gibt eine zusätzliche, allerdings kostenpflichtige Ultraschalluntersuchung. Die Prostata produziert ein Sekret, das vor dem Samenerguss der Samenflüssigkeit zugeführt wird. Dieses schleimige, weiße Sekret hat zwei Aufgaben. Es aktiviert zum einen die Fortbewegung der Samenzellen. Zum anderen neutralisiert es das saure Milieu der Scheide, das sonst die Spermien schädigen könnte.

Gutartige Vergrößerung der Prostata – BPH

BPH ist die Abkürzung für benigne Prostatahyperplasie. Gemeint ist damit eine gutartige Vergrößerung der Prostata. BPH ist keine Krebserkrankung. Wenig charmant wird diese Erkrankung Altmännerkrankheit genannt, da man schätzt, dass etwa die Hälfte aller Männer über 50 Jahre eine BPH haben.

Es gibt verschiedene Theorien über das Wachstum der Prostata. Ein Einflussfaktor ist das Vorhandensein von männlichem Testosteron und weiblichem Östrogen. In höherem Alter kommt es zu einer Verschiebung der Hormonverhältnisse zugunsten der Östrogene. Eine Vergrößerung entsteht weder durch übermäßige sexuelle Aktivität noch durch Enthaltsamkeit.

Eine krankhafte Vergrößerung der Prostata kann den Innenraum der Harnröhre einengen wie eine Faust, die einen Strohhalm langsam zusammendrückt. Die Entleerung der Harnblase wird dadurch behindert. Der Harn staut sich auf, in schweren Fällen zurück bis in das Nierenbecken. In diesem „Stausee“ können sich Bakterien sehr leicht vermehren und zu schweren Entzündungen mit Fieber führen. Chronische Entzündungen schädigen das Nierengewebe nachhaltig, führen im schlimmsten Fall zum Nierenversagen.

Diese Vorgänge laufen sehr allmählich ab. Die Ärzte unterscheiden drei Stadien der Erkrankung: Reizstadium, Stadium der Restharnbildung, Stadium der Dekompensation. Die ersten Anzeichen sind beim Wasserlassen zu spüren: Es dauert eine Weile, bis der Harnstrahl beginnt, danach läuft er schwach und unregelmäßig, manchmal tröpfelt es nur. Oft bleibt das Gefühl, dass die Blase nicht ganz leer ist. Zu den ebenfalls störenden Symptomen gehört häufiger und plötzlicher Harndrang. Auch nachts werden Sie so zum Aufstehen gezwungen. Selten kommt es zu einem unfreiwilligen Harnabgang (Überlauf-Inkontinenz).

Die BPH kann medikamentös und operativ behandelt werden. Als alternatives Verfahren hat sich auch die Lasertherapie etabliert. Die scharf gebündelten Laserstrahlen verbrennen bzw. verdampfen das überschüssige Gewebe. Die wärmende Wirkung von Mikrowellen wird ebenfalls genutzt, um Prostatagewebe zu schädigen und zu verbrennen.

Die chemischen Arzneistoffe unterliegen der Verschreibungspflicht. Halten Sie sich unbedingt an das Einnahmeschema Ihres Arztes. Auch beim Auftreten von Nebenwirkungen wie Blutdrucksenkung und damit verbundenem Schwindel und Benommenheit sollten Sie die Medikamente nie eigenmächtig absetzen. Beachten Sie eine eventuell auftretende Fahruntauglichkeit. Sollten Sie beruflich an Maschinen arbeiten, müssen Sie Ihren Arzt darüber informieren. Er kann dies bei der Auswahl des Arzneimittels berücksichtigen. Pflanzliche Präparate spielen im Frühstadium der Erkrankung eine Rolle. Sie können die Erkrankung nicht rückgängig machen, aber ein weiteres Wachstum der Prostata aufhalten.

Gut gesichert sind die Wirkungen folgender Pflanzenteile: Brennnesselwurzel, Kürbissamen, Roggenpollenextrakt, Sägepalmenfrüchte.

Lassen Sie sich in der Apotheke bei der Auswahl des richtigen Medikamentes ebenso beraten wie bei der Dosierung. Leider sind auch Produkte im Handel erhältlich, die nicht die gewünschten Pflanzenteile enthalten, bzw. Produkte mit zu geringen Mengen der wirksamen Bestandteile.

Was Sie selbst tun können

  • Achten Sie darauf, ob sich Veränderungen beim Wasserlassen und im Sexualverhalten zeigen.
  • Beugen Sie Unterkühlungen mit zweckmäßiger Kleidung vor.
  • Sitzen Sie nicht zu lange. Besonders gefährlich ist die Kombination aus Sitzen, Kälte und Alkohol, das sogenannte Biergarten-Syndrom.
  • Schränken Sie Ihren Kaffee- und Alkoholgenuss ein, vor allem am Abend.
  • Entleeren Sie die Blase regelmäßig und vollständig, zögern Sie das Wasserlassen nicht zu lange hinaus.
  • Versuchen Sie Verstopfung zu vermeiden. Trinken Sie ausreichend und ernähren Sie sich ballaststoffreich. Bewegen Sie sich ausreichend.
  • Gehen Sie bei auffälligen Veränderungen sofort zum Urologen.
  • Halten Sie verordnete Therapien konsequent ein.

Der Prostatakrebs

Die bösartige Erkrankung der Prostata zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen beim Mann. Sie steht nach dem Lungenkrebs an zweiter Stelle. Der Prostatakrebs ist heimtückisch, weil es keine Warnsignale gibt! Wenige Männer haben Beschwerden wie bei der gutartigen BPH. Blut im Urin oder Sperma ist höchstes Alarmzeichen, ebenso Knochen- oder Rückenschmerzen und rapider Gewichtsverlust. Sollten Sie in der Vergangenheit nicht den kostenlosen Vorsorgecheck für Männer ab 45 Jahren genutzt haben, dann ist es jetzt an der Zeit, den Arzt aufzusuchen! Die eine Minute der schmerzfreien Untersuchung sollte Ihnen Ihre Gesundheit wert sein! Zur Behandlung des örtlich begrenzten Prostatakrebses werden zwei Verfahren genutzt. Zum einen die komplette chirurgische Entfernung der Prostata und eventuell befallener Lymphknoten, zum anderen die Strahlentherapie.

Hat sich der Tumor bereits auf Nachbargewebe ausgebreitet, ist eine systemische medikamentöse Behandlung erforderlich. Das bedeutet, dass der ganze Organismus behandelt werden muss. In diesem Fall kommt die Hormontherapie zum Einsatz. Die Hormone sollen das Wuchern der Krebszellen an der Prostata stoppen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.